Chronik

St. Seb. Schützenbruderschaft BrauweilerÜber das Gründungsjahr der St. Sebastianus Schützenbruderschaft von Brauweiler herrscht auf Grund verschiedener Angaben in historischen Urkunden eine gewisse Unklarheit. Mit Gewissheit kann gesagt werden, dass die Bruderschaft spätestens Ende des 15. Jahrhunderts von dem damaligen Abt St. Johannes de Weda (Johann von Wied) gegründet wurde. Die nächsten urkundlichen Erwähnungen folgten erst ca. einhundert Jahre später zur Zeit des Kölnischen Krieges, in dessen Verlauf Teile von Brauweiler niedergebrannt wurden. Nach Kriegsende wurden 1588 die durch den Krieg verarmten damaligen Brauweiler Bruderschaften St. Sebastianus, St. Trinitatis und St. Beata Virgo Maria (hl. Maria) zusammengefasst und bauten 1604 auf eigene Kosten die im Krieg zerstörte Kapelle St. Laurentius wieder auf.

Schon Anfang des 17. Jahrhunderts war von der ursprünglichen Aufgabe der Schützenbruderschaft nicht mehr viel erhalten. Sie war keine Vereinigung christlicher Männer mehr, die sich bereit erklärt hatten, mit der Waffe in der Hand feindlichen Handlungen entgegenzuwirken, sondern längst eine einflussreiche Vereinigung mit Landbesitz in der Umgebung, in die jede rechtschaffene Person, die reich genug war, eintreten konnte. Ausdruck des Reichtums der Bruderschaft war auch, dass sie zwölf Luntenschloss- und Radschlossgewehre besaß. Wegen eines solchen Gewehrs geriet Brauweiler im Jahr 1629 in Schwierigkeiten. Als Jan von Werth mit seiner Truppe nach Brauweiler kam, wollten sich die Brauweiler Bauern die Frechheit der Soldaten nicht gefallen lassen und versuchten, die Söldner zu vertreiben. Bei dem Tumult brachte einer der Bauern dem Jan von Werth eine schwere Schussverletzung bei, welche im Kloster von Brauweiler behandelt werden musste.

Am 28. Juni 1661 wurde die unterdessen in Vergessenheit geratene Bruderschaft durch den Bürgermeister und die Schöffen von Brauweiler zum zweiten Mal gegründet, und konnte in den folgenden Jahren ein beachtliches Vermögen, überwiegend in Form von Ländereien in umliegenden Dörfern ansammeln.

Nach Einzug der Franzosen in das Rheinland 1803 befahlen diese am 19. Oktober 1805 der Bruderschaft, alle Güter und Besitzungen an die jeweilige Pfarrkirche abzutreten. Die Bruderschaft blieb jedoch bestehen und konnte einige Besitzungen retten. Am 24. Juni 1816 gab sich die Schützenbruderschaft neue Statuten, die 1830 und in den folgenden Jahren noch mehrmals geändert wurden. Nach 1872 unterblieben schriftliche Vermerke und Aufzeichnungen vollkommen. Das einzige Zeugnis über die Existenz der Bruderschaft besteht in der damaligen Königskette mit Silberanhängern, die bis 1910 datiert sind. Die nachweislich 1910 noch existierende Bruderschaft wurde 1914 neu gegründet, jetzt jedoch als von der Kirche unabhängige Schützengesellschaft. Hieraus resultiert das Gründungsdatum der heutigen St. Sebastianus Schützenbruderschaft Brauweiler e. V. Doch im August des gleichen Jahres brach der Erste Weltkrieg aus. Erst im September 1919 erlaubten die Besatzungsmächte die Wiederaufnahme der Vereinstätigkeiten, und so konnte im April des Jahres 1921 die erste Fahne angeschafft und geweiht werden.

Im Juni 1930 wurde die Schützengesellschaft unter der heute noch bestehenden Nummer 1209 ins Vereinsregister in Köln eingetragen.

Auf Grund des Zweiten Weltkrieges lag das Vereinsleben in den Jahren 1939 bis 1949 brach. Im November 1946 verboten die Siegermächte die Weiterführung der Schützenvereine und alle Sportwaffen mussten abgeliefert werden. Am 16. Juni 1949 wurde die Neugründung als Bruderschaft beschlossen, da kirchliche Schützenvereine jetzt wieder existieren durften.

Heute widmet sich die Bruderschaft der Erhaltung der Traditionen in Brauweiler. So wird regelmäßig ein Schützenfest ausgerichtet, welches immer auf den Monatswechsel von Mai zu Juni fällt. Die Mitgliederzahl liegt heute bei ungefähr einhundert.

Quelle: Wikipedia

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